Ehrung von Paul-Leo Leenen

Paul-Leo Leenen – ein Mann für jede Tonart

Geschrieben am 20.02.15 um 23:00 Uhr.  

Ausgezeichnet: Bürgermeister Andreas Sunder, Paul-Leo Leenen und seine Frau Margret. Fotos: Stadt Rietberg

Stadt verleiht Verdienstmedaille an rührigen Rietberger

Rietberg. Diese „Chorprobe“ wird Paul-Leo Leenen wohl so schnell nicht vergessen. Was ihm seine Familie als normalen Übungsabend „verkaufte“, endete mit der Verleihung der Verdienstmedaille der Stadt Rietberg an den rührigen Rietberger. Vorangegangen war am Freitagabend ein fantastisches Programm in der Cultura, das „seine“ Chöre und die Jugend-Musical-Bühne für ihren „Cheffe“ Paul-Leo Leenen organisiert hatten. Der thronte auf einem mobilen Sessel mitten auf der Bühne, bekam noch schnell ein Bier und etwas Süßes gereicht, rieb sich zwischendurch immer wieder verwundert die Augen und verstand die Welt nicht mehr. Denn alle waren im Vorfeld eingeweiht worden – nur die Hauptperson selbst wusste von nichts.

Als die jüngsten Akteure vom Kinderchor zum Start nicht nur musikalisch rote Rosen regnen ließen, sondern diese auch einzeln an Paul-Leo Leenen überreichten, flossen erste Tränen der Rührung bei dem Mann, der in den vergangenen Jahrzehnten so viel erreicht und sich so engagiert hat. Paul-Leo Leenen ist Gründer gleich mehrerer Chöre, Organist und Dirigent und Gründer des Vereins Jugend-Musical-Bühne Rietberg. Mit ihr hat Leenen bereits acht große Inszenierungen auf die Bühne gebracht. Für den ehemaligen Realschullehrer war das die Weiterführung und Weiterentwicklung einer Musical-AG, die er an der Städtischen Realschule Rietberg geleitet hatte. Im vergangenen Jahr hatte der engagierte Musiker zudem anlässlich der 725-Jahr-Feier der Stadt Rietberg einen eigenen Chor gegründet und „Die Schöpfung“ von Haydn aufgeführt.

Wie beliebt der Mann mit dem guten Händchen für Jugendarbeit wirklich ist, das bewies am Freitagabend die Zahl der Gäste, die ihm zu Ehren in die Cultura gekommen waren: Freunde, Familie, Nachbarn, der Rietberger Stadtrat, die Ortsvorsteher, der Landtagsabgeordnete und frühere Rietberger Bürgermeister André Kuper mit seiner Frau Monika sowie viele Gönner und Sponsoren. Sogar Liz Mohn und Jimmy Schmied waren dabei, um Paul-Leo Leenen zu würdigen. Beide unterstützen seit Jahren die Arbeit der Jugend-Musical-Bühne.

Während Werner Bohnenkamp gut aufgelegt durch das Programm führte, hielt Bürgermeister Andreas Sunder zum Schluss des Abends eine Laudatio auf den Mann, dem die Stadt Rietberg so viel zu verdanken hat. Er betonte, wie sehr er dessen Arbeit und seine Einstellung schätzt: „Lieber Herr Leenen, Sie dirigieren Chöre und ganze Orchester, spielen aber nie die erste Geige. Sie bringen fantastische Musicals auf die Bühne, stellen sich dabei aber nie selbst ins Rampenlicht. Sie führen Regie, beanspruchen aber nie die Hauptrolle für sich. Das ist mehr als beeindruckend.“ Sunder betonte, die Verleihung der Medaille solle ganz sicher kein Schlusspunkt sein, sondern ein „Weiter so“ bedeuten.

Paul-Leo Leenen, der sichtlich gerührt war, bedankte sich für die höchste Auszeichnung der Stadt, die vor ihm bisher nur Stefan Dörhoff und Peter Pepping verliehen bekommen hatten: „Das ist eine große Anerkennung, über die ich mich sehr freue. Mein Schwerpunkt war immer die Jugendarbeit. Ich hatte das Gefühl, die Jugend hat keine Lobby. Deshalb habe ich mich immer gern für sie eingesetzt. Und ich muss sagen, es kommt ganz, ganz viel zurück.“

Der Abend im Zeichen von „PLL“ (Paul-Leo Leenen) klang mit einem Empfang für die Gäste im Foyer der Cultura aus.